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Winterball

Bombenstimmung beim 11. Ostdeutschen Winterball

BONN. Zum 11. Benefizball, dem Ostdeutschen Winterball, hatten die im Bonner Bund der Vertriebenen (BdV) vereinigten Landsmannschaften Schlesien, Ostpreußen, Siebenbürger Sachsen, Sudeten, Pommern und Deutsch-Balten sowie die Deutschen aus Russland, alle Ihre Mitglieder, Freunde und Interessierten in den Beethovensaal ins Bonner Maritim, eingeladen. Die Erlöse dieses Benefizballes dienen der Kulturarbeit der deutschen Heimatvertriebenen in Bonn.
Wir sind diesmal „nicht ganz ausverkauft“, dies mag an der Jecken-Zahl „11“ im rheinischen Karneval liegen, so der Vorsitzende, Stephan Rauhut und begrüßte die fast 200 Ballgäste, viele die erstmals dabei waren. Als Ehrengast konnte Rauhut die Landesbeauftragte der hessischen Landesregierung für Vertriebene und Aussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf begrüßen.
Die schlesische Trachtengruppe „Der fröhliche Kreis“ unter der Leitung von Bernadette Glattki eröffnete mit ihren farbenfrohen Trachten aus zahlreichen Regionen und den Fahnen der Landsmannschaften die Veranstaltung und versetzte damit alle Gäste in Schwung und gute Laune.
Das weitere musikalische Abendprogramm gestalten die „Oberschlesischen Jazzboys“, sowie der Männergesangverein St. Augustin-Meindorf. Am Buffet wurden heimische ostpreußische, schlesische und ostdeutsche Spezialitäten, wie „Schlesisches Himmelreich“ angeboten. Eine groß angelegte Tombola mit attraktiven Preisen, mit Reisen nach Brüssel und Eintrittskarten in die Springmaus und in GOP Varieté-Theater, rundeten das Programm ab.
Michael Ferber

Fotos: Dr. Manfred Göttlicher, Bonn

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Veranstaltungen Winterball

Ostdeutscher Winterball 2015

Über die Jahre ist er schon zu einer Tradition und festem Bestandteil des kulturellen Lebens in Bonn geworden: der Winterball der Ostdeutschen Landsmannschaften. Der BDV hatte zum 28. Februar 2015 wieder in die Stadthalle Bonn-Bad Godesberg geladen. Die Zahl der Teilnehmer reichte leider nicht ganz an die Werte der Vorjahre heran aber der kleine Saal war gut gefüllt.
Stephan Rauhut, Bundesvorsitzender der Schlesischen Landsmannschaft und Leiter der schlesischen Kreisgruppe Bonn begrüßte die Gästeschaar und versäumte es nicht, einige der Anwesenden, die sich besonders um die Organisation der Landsmannschaften und Wachhalten der Erinnerung an den ehemaligen Deutschen Osten verdient gemacht haben, für ihr Engagement herauszustellen. Weit oben auf der Verdienstvollen-Liste steht ohne Zweifel der Bonner Vertreter der Ostpreußen, Manfred Ruhnau. Mit großem persönlichem Einsatz hat er über Jahre dafür gesorgt, dass in Bonn zum Tag der Heimat der Ostdeutsche Markttag mit Ständen der verschiedenen Gruppen durchgeführt wurde. Den Winterball hat er ebenfalls aus der Taufe gehoben.
Ein weiterer Name, der durch eine Ehrung in Erinnerung bleiben sollte, ist Elimar Schubbe. Organisatorisch ebenfalls bei den Ostpreußen angesiedelt hat er sich viel Jahre für die Sache der Deutsch-Balten stark gemacht. So verweist der aus Estland stammende u.a. darauf, dass Luthers Reformation in diesen Ländern schon Fuß greifen konnte, bevor sie sich im Reich etablierte.
Bei einem Ball sollten natürlich Musik und Tanz im Vordergrund stehen und so forderte die Kapelle „Song Memory“ (Werner Schumacher + Harald Becker) mit handgemachter Musik zu einem ersten Tänzchen auf. Daran anschließend lieferte die Brückenberger Trachtengruppe einen schwungvollen und niveauvollen Beitrag. Die bereits 1953 gegründete schlesische Volkstanzgruppe, seit Beginn treues Mitglied der Landsmannschaft, präsentierte ihr bemerkenswertes Können. Über die Jahre hat die Gruppe in verschiedenen internationalen Volkstanzveranstaltungen Wettbewerbserfahrungen sammeln und auch Auszeichnungen erwerben können.
Nach weiteren Tanzeinlagen trat der „Singende Käpt‘n“ (Dieter Klein,  www.der-singende-käptn.de) vors Publikum. Mit auf Deutsch vorgetragenen Swing-Nummern und einigen Deutschen Schlagern, vorwiegend aus den Sechzigern präsentierte sich der Künstler als Rheinland-Fan. So hatte er kein Problem damit, Hans Albers „auf der Reeperbahn“ mit eigenem Text als „Rheinschiffer-Käpt‘n in Rheinischer Version vorzutragen.
Wie jedes Jahr war auch diesmal wieder ein Basar organisiert worden. Hauptgewinn, gestiftet vom Europaabgeordneten Axel Voss, war eine Reise nach Brüssel. Gratulation an die Gewinnerin.
Die etwas geringere Besucherzahl in diesem Jahr fiel zwar optisch nicht ins Auge, die Organisatoren der Veranstaltung sehen bei rückläufigen Zahlen allerdings die Gefahr, dass der erhoffte finanzielle Überschuss immer geringer ausfallen könnte und später, vor allem bei der Finanzierung des Ostdeutschen Markttages fehlt. Die Haushaltssperre NRW des vergangenen Jahres, die zum Wegfall des Landeszuschusses geführt hatte, war eine schmerzliche Erfahrung, wie es ist, wenn die eigene Rücklagendecke zu dünn ist. Lasst uns hoffen, dass wir es dieses Jahr und auch zukünftig schaffen, den Landsmannschaftsgedanken lebendig zu halten.
Dr. Manfred Göttlicher
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