Internationale Begegnungstagung: Frauen bewältigen Extremsituationen

Die Einschränkungen und Veränderungen unseres Alltagslebens wegen der Pandemie sowie die unabsehbaren Folgen für unser soziales Leben lenkten meine Gedanken auf das Erleben von Ausnahme-Situationen. Aber es ist nicht allein das Virus, welches uns herausfordert. Die Covid-19 Pandemie, die Globalisierung, politische Krisen, Umwelt Katastrophen und der rasante gesellschaftliche Wandel zwingen uns, umzudenken. Diese radikalen Veränderungen verunsichern alle Menschen, aber vor allem Frauen, die das Herz, das Beständige in den Familien in unserer Gesellschaft sein sollen. Mit dem Rückgriff auf außergewöhnliche und souveräne Handlungsweisen von Frauen in existenziellen Nöten sollen den Frauen Denkanstöße an die Hand gegeben werden; vielleicht auch Vorbilder, an denen sie sich orientieren, reiben und aufrichten können.

Im Rahmen der Tagung des Frauenverbandes im BdV e.V. vom 30. Juli bis 1. August 2021 im Heiligenhof erörtern wir das Thema: „Frauen – leben in Extremsituationen.“ Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit den Grenzerfahrungen von starken Frauen. Im Einzelnen sollen folgende Fragen thematisiert werden: Wie haben Frauen das Leben in Grenz-situationen erlebt, ertragen, getragen? Konnten sie sich selbst treu bleiben? Woher nahmen sie die Kraft, um Krisensituationen zu bewältigen? Welches waren ihre ganz persönlichen Strategien, um zu überleben? Wie haben diese Erfahrungen ihre Persönlichkeit, ihr Leben, ihre Beziehungen geprägt? Bekamen sie mitmenschliche Hilfe in der Not? …

Wir Frauen wollen uns auf diese grundlegenden Fragen einlassen. Denn die Auseinandersetzung mit den Grenzerfahrungen von starken Frauen kann helfen, die eigene Identität zu klären und zu festigen. Sie dient vor allem der Stärkung der Identität von jungen Frauen. Wir wollen am Beispiel von Frauen-Leben und Frauen-Streben erfahren, wie viel schöpferisches Potential im Austausch von Frauen aus Ost und West wachsen und gedeihen kann.

Sie alle lade ich herzlich ein, sich diesen Fragen zu stellen und eigene Impulse in die Tagung einzubringen!

Ihre Maria Werthan

VOLLSTÄNDIGES PROGRAMM

Seminar

Die Einschränkungen und Veränderungen unseres Alltagslebens wegen der Pandemie sowie die unabsehbaren Folgen für unser soziales Leben lenkten meine Gedanken auf das Erleben von Ausnahme-Situationen. Aber es ist nicht allein das Virus, welches uns herausfordert. Die Covid-19 Pandemie, die Globalisierung, politische Krisen, Umwelt Katastrophen und der rasante gesellschaftliche Wandel zwingen uns, umzudenken. Diese radikalen Veränderungen verunsichern alle Menschen, aber vor allem Frauen, die das Herz, das Beständige in den Familien in unserer Gesellschaft sein sollen. Mit dem Rückgriff auf außergewöhnliche und souveräne Handlungsweisen von Frauen in existenziellen Nöten sollen den Frauen Denkanstöße an die Hand gegeben werden; vielleicht auch Vorbilder, an denen sie sich orientieren, reiben und aufrichten können.

Im Rahmen der Tagung des Frauenverbandes im BdV e.V. vom 30. Juli bis 1. August 2021 im Heiligenhof erörtern wir das Thema: „Frauen – leben in Extremsituationen.“ Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit den Grenzerfahrungen von starken Frauen. Im Einzelnen sollen folgende Fragen thematisiert werden: Wie haben Frauen das Leben in Grenz-situationen erlebt, ertragen, getragen? Konnten sie sich selbst treu bleiben? Woher nahmen sie die Kraft, um Krisensituationen zu bewältigen? Welches waren ihre ganz persönlichen Strategien, um zu überleben? Wie haben diese Erfahrungen ihre Persönlichkeit, ihr Leben, ihre Beziehungen geprägt? Bekamen sie mitmenschliche Hilfe in der Not? …

Wir Frauen wollen uns auf diese grundlegenden Fragen einlassen. Denn die Auseinandersetzung mit den Grenzerfahrungen von starken Frauen kann helfen, die eigene Identität zu klären und zu festigen. Sie dient vor allem der Stärkung der Identität von jungen Frauen. Wir wollen am Beispiel von Frauen-Leben und Frauen-Streben erfahren, wie viel schöpferisches Potential im Austausch von Frauen aus Ost und West wachsen und gedeihen kann.

Sie alle lade ich herzlich ein, sich diesen Fragen zu stellen und eigene Impulse in die Tagung einzubringen!

Ihre Maria Werthan

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Deutschlandtreffen

26. Juni 2021: Deutschlandtreffen erstmals als Digital-Veranstaltung

Schlesien verbindet – auch im Internet. Erstmals in unserer Geschichte gibt es die Gelegenheit, sich weltweit live das digitale Deutschlandtreffen anzusehen. Das digitale Deutschlandtreffen wird am 26. Juni 2021 ab 11.00 Uhr live aus dem Hannover Congress Centrum (HCC) auf dem YouTube-Kanal und der Facebook-Seite der Landsmannschaft Schlesien übertragen.
Programm
Beginn der Veranstaltung/Übertragung ab 11 Uhr
anschließend Ökumenischer Gottesdienst
12.00 Uhr
Festveranstaltung
13.30 Uhr
Diskussionsrunde und Live-Schaltungen
15.00 Uhr
Ende der Veranstaltung/Übertragung
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Allgemeines

Die Frauengruppe traf sich wieder

Die Frauengruppe der Kreisgruppe Bonn war zuletzt am 11. März 2020 zusammengekommen. Alle nachfolgenden Treffen waren wegen Covid-19 ausgefallen. Doch jetzt konnte die Vorsitzende der Frauengruppe Rose-Maria Proske voll Freude berichten:
Am 8. Juli 2020 war es soweit, dass sich die Damen der Bad Godesberg-Bonner Gruppe der schlesischen Frauen wieder im Verein „Offene Tür“ in der Dürenstraße treffen konnten. Zum Zeichen der großen Freude darüber hatte ich für jede Dame zur Begrüßung eine lachsfarbene Rose an ihren Platz gelegt.
Obwohl ich alle Damen der Gruppe in der Zeit, als keine Treffen möglich waren,  jeweils einmal im Monat angerufen habe, bestand jetzt doch allmählich das drängende Bedürfnis nach einem echten, tatsächlichen Wiedersehen. Zuerst haben wir uns an unser treues, liebes Gruppenmitglied Frau Herta Zingsheim erinnert, die am 3. Juni mit 100 Jahren verstorben war. In der Corona-Zeit hatten auch einige unserer Damen Geburtstag gehabt; jetzt konnten wir ihnen endlich persönlich gratulieren. Singen durften wir nicht, also haben wir das Geburtstagslied gemeinsam gesummt. Alle haben wir uns nun auf den guten Kuchen und den Kaffee gefreut. Endlich gab es die Gelegenheit zum Plaudern, was dann auch intensiv geschah. Immerhin haben 2/3 unserer Gruppenmitglieder an diesem Mittwoch  am Treffen teilgenommen.
Ein herzlicher Gruß aller anwesenden Damen ging mit einer Karte an Frau Kähl; sie gehörte früher auch zur Frauengruppe, wohnt jetzt aber in Adendorf. Allen unvergessen sind ihre Vorträge und Lesungen in schlesischer Mundart.  Unser Dank ging an die Damen der „Offenen Tür, Dürenstraße e.V.“. Sie hatten den Raum mit sehr viel Mühe entsprechend den Vorschriften in Corona-Zeiten hergerichtet und uns herzlich empfangen. Aber auch von den Damen der „Offenen Tür“ wurde umgekehrt Dank an uns ausgesprochen und unser Mut zum Treffen gewürdigt. Für alle ein schöner Nachmittag. Wenn die Umstände es erlauben, möchten wir uns jetzt wieder jeden Monat treffen.“

R. Proske

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Veranstaltungen Verschiedenes

70 Jahre Verkündung der Charta der Heimatvertriebenen

Kranzniederlegung in Bonn am 5.8. um 17 Uhr
Zum 70. Mal jährt sich in diesem Jahr die Verkündigung der Charta der Heimatvertriebenen am 5. August auf dem Stuttgarter Schloßplatz, von der der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammer sagte, es sei eines der Gründungsdokumente unserer Bundesrepublik Deutschland. Das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen hat für diesen Tag Beflaggung angeordnet.
Am Gedenkstein am Rhein, unterhalb der Beethovenhalle wird am 5.8. um 17Uhr der Bonner Kreisverband des Bundes der Vertriebenen wieder eine Gedenkveranstaltung durchführen.
Die Gedenkrede hält in diesem Jahr der Kreisobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Bonn und Bundesvorsitzende der Bruna, Dr. Rudolf Landrock. (Dr. Landrock war ebenfalls viele Jahre erfolgreicher Kreisvorsitzender der Bonner Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU)
Unser Kreisvorsitzender Stephan Rauhut selbst wird an der Hauptgedenkveranstaltung des BdV-Präsidiums in Stuttgart-Bad Cannstadt teilnehmen
Im Anschluß treffen sich die Teilnehmer zum ersten persönlichen Austausch seit Beginn der Coronakrise im Biergarten Schänzchen. Gäste und Interessierte sind herzlich willkommen.
Die weiteren Veranstaltungen zum Tag der Heimat in diesem Jahr werden coronabedingt nur sehr reduziert stattfinden können. Stattdessen planen die im Bonner BdV vereinigten Landsmannschaften (der Schlesier, Sudetendeutschen, Siebenbürger Sachsen, Deutschen aus Rußland, Ostpreußen, Deutsch-Balten, Pommern) am Sonnabend, den 19. September einen Gedenkmarsch durch Bonn für das Recht auf die Heimat.
Auch die Vertreter der Parteien sollen zu einem eigenen Termin dazu eingeladen werden, vor den Kommunalwahlen dazu Stellung zu nehmen, wie Sie in Bonn ihrer Verantwortung für die Kultur und das Erbe der Vertriebenen und Aussiedler gerecht werden wollen.
(Foto: Dr. Manfred Göttlicher)

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Allgemeines Veranstaltungen

Das Schlesische Museum zu Görlitz

Am Sonnabend, dem 18. Januar 2020, traf sich die Kreisgruppe Bonn der Landsmannschaft Schlesien wieder in Schlesischer Runde in der Stadthalle Bad Godesberg. Der Mitarbeiter des Schlesischen Museums zu Görlitz für Museumsbildung Matthias Voigt überbrachte Grüße des Direktors Dr. Bauer und stellte das erst 14 Jahre alte Museum vor, das schon von der baulichen Ausgestaltung her besonderes Interesse verdient. Auf seiner Renaissance-Fassade zeigt es nicht nur die stolze Jahreszahl 1526; darüber hinaus  fasst es insgesamt drei historische Gebäude z.T. mit einem Glasdach und einem gläsernen Übergang zusammen. Innen zeigt es die schönen historischen Holzdecken des ehemaligen Schönhofs. Mit der Ausgestaltung seiner Ausstellungsräume wird es zugleich den Ansprüchen eines modernen Museums gerecht. So kann z.B. in einem Ausstellungsraum mit Knopfdruck ein erklärender Sprachteppich mit Erläuterungen für 15 Ausstellungsstücke ausgelöst werden. Man kann nicht nur verschiedenste Exponate  wie Glas, Leinen, Keramik, Porzellane, Münzen in den Vitrinen und historische Darstellungen an den Wänden betrachten. Etwas Besonderes ist es, auch Hörbeispielen von Dialekten aus den verschiedenen Gegenden Schlesiens zu lauschen.
Abschließend wies der Referent auf Veranstaltungen, Ausstellungen im Museum und nicht zuletzt auf den Museumsladen hin. Die Zuhörer folgten dem Vortrag mit großem Interesse und stellten mehrfach Zwischenfragen. Es wurde sogar die Frage aufgeworfen, ob man nicht eine Fahrt planen und das Museum in Görlitz auch besuchen sollte. Letzteres wird derzeit geprüft (Interessenten bitten wir, ab sofort – möglichst abends – bei Michael Ferber anzurufen; Tel.: 0228-5388 932). Der Vorsitzende Stephan Rauhut dankte Matthias Voigt mit herzlichen Worten.
Text: Dr. Ingolf Au
Fotos: Dr. Manfred Göttlicher 

 
 

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Artikel in Schlesien-heute Barbarafeier Veranstaltungen

Zum Jahresausklang 2019: Barbara- und Adventsfeier

Am 7. Dezember 2019 beschloss die Kreisgruppe Bonn in der Stadthalle Bad Godesberg ihren Reigen an Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres mit der traditionellen Barbara- und Adventsfeier. Die von der Frauengruppe unter Leitung von Frau Rose-Maria Proske mit Kerzen, Kugeln und duftenden Tannenzweigen weihnachtlich bunt geschmückten Tische waren alle reichlich besetzt. Der stellvertretende Vorsitzende Alfred Damaschek  und Vorstandsmitglied Michael Ferber begrüßten für den wegen seiner Aufgaben als Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien verhinderten Vorsitzenden Stephan Rauhut die Gäste, darunter insbesondere den Bezirksbürgermeister von Bad Godesberg Christoph Jansen, den ehemaligen Direktor der rheinischen Diakonie Pfarrer Dr. Reinhardt Witschke, den Vorsitzenden der Jungen Union Bad Godesberg Tobias Schulz, den Bundesgeschäftsführer der Landsmannschaft Schlesien Damian Spielvogel, die ehemalige langjährige Vorsitzende der Frauengruppe der Kreisgruppe Bonn Helga Solisch und nicht zuletzt unser Mitglied Herta Zingsheim, die im Februar 2020 ihr 100. Lebensjahr vollendet. Bezirksbürgermeister Christoph Jansen seinerseits begrüßte ebenfalls die Gäste in der Stadthalle, dem „Wohnzimmer“ von Bad Godesberg.
Mit dem gemeinsamen Lied „Wir sagen euch an den lieben Advent“,  der Musik eines kleinen Ensembles der Schlesischen Tanzgruppe „Der Fröhliche Kreis“ (Cello, Violine, Flöte) unter Leitung von Bernadette Grüne-Glattki und einem Trachtentanz des „Fröhlichen Kreises“ begann die Adventsfeier. Mit dem Wort des Hl. Augustinus: „Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen“ knüpfte Pfarrer Dr. Reinhardt Witschke hieran an, bevor er in einem inhaltsreichen Vortrag das Leben des schlesischen Schriftstellers Jochen Klepper schilderte und über die evangelische Theologin und Dichterin Dorothee Sölle aus Köln berichtete. Nach einem weiteren gemeinsamen Weihnachtslied erschien der Nikolaus (Joachim Karwoczik) und ließ, selbst Akkordeon spielend, die Runde weitersingen: „Lasst uns froh und munter sein“. Sein Gabensack war so schwer, dass Alfred Damaschek und Michael Ferber ihn  gemeinsam herbeitragen und helfen mussten, die Geschenke zu verteilen. Mit guten Wünschen für eine ruhige Weihnachtszeit, einen „gesunden Rutsch“ und „Schlesien Glück auf“ verabschiedete sich der Nikolaus.
Einige Tänze des „Fröhlichen Kreises“ leiteten über zur Barbarafeier. Alfred Damaschek und Michael Ferber erschienen in schlesischen Bergmannsuniformen. Michael Ferber trug einen Text über Weihnachten in Schlesien, insbesondere über den 4. Dezember vor, den Tag der Patronin der Bergleute, der Hl. Barbara, „an dem Salweide- oder Kirschbaumzweige geschnitten und in Wasser gesteckt wurden, um auf das Wunder ihres Aufblühens am 24. Dezember zu warten“. Barbarazweige wurden auch an die Besucher verteilt. Mit weiteren Tänzen des „Fröhlichen Kreises“, Musik seines kleinen Ensembles (diesmal Cello, Flöte und Akkordeon), gemeinsam gesungenem „Oh du fröhliche …“ und zuletzt dem Schlesierlied ging ein gemütlicher, vorweihnachtlicher Nachmittag mit reichem Programm zu Ende. Mit besten Wünschen für ein schönes Weihnachtsfest und einen „guten Rutsch“ in das neue Jahr verabschiedete Michael Ferber die Besucher.
Text: Dr. Ingolf Au
Fotos: Dr. Manfred Göttlicher

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Artikel in Schlesien-heute Veranstaltungen

Nie wieder Krieg – jedenfalls nicht gleich …

Zu einem Erinnerungs-Gottesdienst „101 Jahre 1. Weltkrieg – 80 Jahre Beginn 2. Weltkrieg“ unter dem Motto „Nie wieder Krieg – jedenfalls nicht gleich …“ (Günther Kunert) hatte die Kreisgruppe Bonn für den 23. November 2019 in die Thomaskapelle in Bad Godesberg eingeladen. Der Gottesdienst stand unter dem Zeichen des Erinnerns an die Schrecken der Weltkriege und der Hoffnung für die Zukunft. Gedichte (Vortrag: Julia Roepke) u.a. von Ernst Jandl (Lautgedicht „schtzngrmm“) und Kurt Tucholsky (Drei Minuten Gehör), ein immer wieder anrührender, von der Stimme der Orgel (Annette Ferber) umspielter und getragener Klang  einer kraftvollen Violine (Joanna Hermann) sowie eine Lesung aus dem 5. Buch Mose (Deuteronomium 20, 1-8) mit zwei klaren und erhellenden Predigten von Pfarrer Dr. Jochen Flebbe u.a. zu dieser Textstelle aus dem Alten Testament und über die Bedeutung des Erinnerns für die Gegenwart brachten die Schrecken der Kriege und die Hoffnung für die Zukunft eindrucksvoll zu Gehör. Der Erinnerungs-Gottesdienst hätte mehr Besucher verdient als – trotz mehrfacher Ankündigung in der Presse – gekommen sind.
Text und Foto: Dr. Ingolf Au

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Allgemeines Erntedankfest Veranstaltungen

Erntedank: „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land …“

Am Sonnabend, dem 12. Oktober 2019, feierte die Kreisgruppe Bonn in der Stadthalle Bad Godesberg ihr alljährliches Erntedankfest. Der Vorsitzende Stephan Rauhut konnte an den von unserer Frauengruppe liebevoll mit kleinen Zweigen voller roter Vogelbeeren, gelbem Sanddorn, lila Astern und bunten Herbstblättern geschmückten Tischen über 70 Mitglieder und Gäste und insbesondere als Ehrengast den Bundesgeschäftsführer der Landsmannschaft Schlesien Damian Spielvogel begrüßen. An und auf gesondert stehenden Tischen prangten in herbstlich leuchtend gelben, roten, grünen, blauen und braunen Farben der von Sylvia Damaschek prachtvoll gebundene Erntekranz, die von Michael Ferber reichlich zusammengetragenen Erntegaben und das schöne, große Erntebrot, dieses leider zum letzten Mal von Bäcker Charly aus Wachtberg-Pech, der aus Altersgründen in Kürze seine „Backstube“ schließt.
Für frohe Stimmung im Saal sorgten die heitere Musik und die schwungvollen Trachtentänze der Volkstanzgruppe „Der Fröhliche Kreis“ aus Bergisch-Gladbach. In einer kleinen – von dem schönen, alten Lied „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land …“ umrahmten – Andacht sprach Pfarrer Dr. Jochen Flebbe geistliche Worte zum Erntedank und segnete das Erntebrot, das anschließend an die Besucher verteilt wurde. Zum Abschluss stimmte Stephan Rauhut einige Lieder an und gemeinsam sang die festliche Runde „Bunt sind schon die Wälder“, „Kein schöner Land“ und natürlich auch das „Schlesierlied“. Ein harmonischer Ausklang eines beschwingt gemütlichen Nachmittags des Dankes.       

Dr. Ingolf Au
Fotos: Dr. Manfred Göttlicher

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TAg der Heimat Veranstaltungen

Tag der Heimat 2019 und Ostdeutscher Markt in Bonn

„Menschenrechte und Verständigung – Für Frieden in Europa“ lautete das Motto, unter dem der Kreisverband Bonn e.V. des Bundes der Vertriebenen (BdV) in diesem Jahr den Tag der Heimat mit seinem traditionell aus drei Veranstaltungen bestehenden Programm feierte. Den Auftakt bildete der Empfang am 12. September 2019 im Haus an der Redoute in Bonn-Bad Godesberg. Die Festrede hielt der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien und zugleich Vorsitzende des BdV-Kreisverbandes Bonn Stephan Rauhut. Außerdem berichtete die Schauspielerin Marietta Lissay-Erdös über ihr Leben in Siebenbürgen. Eine Fotoausstellung des Fotographen Michael Wenzel über „Bonner Botschaften“, in die der Künstler mit Erinnerungen an die Zeit Bonns als Bundeshauptstadt einführte, ergänzte die Veranstaltung. Am 14. September 2019, am  Vorabend des Ostdeutschen Markttags, folgte ein ökumenischer Gottesdienst in der Krypta der Evangelischen Kreuzkirche in Bonn. Den Höhepunkt der Veranstaltungen bildete schließlich am 15. September 2019 der Ostdeutsche Markttag auf dem Bonner Marktplatz.

Einleitend moderierte Stephan Rauhut den Einzug der Fahnen der im Bonner BdV vertretenen landsmannschaftlichen Gruppen auf die Bühne vor dem schmuckvollen alten Rathaus. Der Beauftragte der Landesregierung NRW für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern Heiko Hendriks eröffnete den Ostdeutschen Markttag anschließend mit einer temperamentvollen Rede. Er betonte u.a., wie wichtig es ist, das Wissen über Flucht und Vertreibung wachzuhalten und weiterzugeben. Den ganzen Tag über gab es Darbietungen der „Brückenberger Trachtengruppe“ aus Bonn, der Volkstanzgruppe „Der Fröhliche Kreis“ aus Bergisch-Gladbach“, der Tanzgruppe der Siebenbürger Sachsen aus Wuppertal, des Ensembles „Russische Seele“ der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und der Blaskapelle „Die Egerländer vom Rhein“ aus Urfeld (Wesseling). Währenddessen konnten die zahlreichen Besucher nach Herzenslust – wie im Programm angekündigt –  schlesischen Kuchen und siebenbürgische, ostpreußische, pommersche, baltische und russlanddeutsche Spezialitäten entdecken und genießen. Bei schönem, sonnigem Herbstwetter war es dann auf einmal später Nachmittag. Die Vorsitzenden der beteiligten landsmannschaftlichen Gruppen versammelten sich auf der Bühne und beschlossen den Tag der Heimat unter tatkräftiger Anleitung von Stephan Rauhut jeweils mit dem Lied ihrer Heimat. (Dr. Ingolf Au)

Fotos: Dr. Ingolf Au und Michael Ferber